Gibt es Anwendungen, um das Potenzial von digitalen Strategien zu überprüfen? Ja, gibt es. Die Beratungsgesellschaft KPMG (UK) hat eine interessante technische Applikation entwickelt, um genau diese Potenziale sichtbar machen zu können.
Das Tool mit dem Namen “Digital Convergence Equalizer” (DCE) kann Strategien bewerten, welche anhand von 20 potenziellen “value propositions” berechnet werden. Die Abfrage-parameter dieser Faktoren basieren vor allem auf der Erkenntnis, dass sich das Nutzerverhalten im Netz sehr stark in Richtung sogenannter “nomadischer Digital Tribes” entwickelt hat.

Quelle: KPMG UK, Digital Tribes
Die Bewertungsparameter setzen sich aus folgenden Attributen zusammen:
Compelling Content, attraktive Inhalte / Context, Inhalte, die auffindbar und identifizierbar sind und kontextuelle Angebote liefern / Coverage, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit / Convenience, Angebot von reinen Online-Services / Control (distribution), Kontrolle über Distributionskanäle / Choice, Bedienung von long tails / Connectivity, Nutzermatching / Community, Community-Building / Comment, Kommentare sammeln / Consolidation (aggregator), Zusammenführung für die immer größer werdenden Zahl von digitalen Inhalten und Services bieten / Customization (personalization), Personalisierung des individuellen Benutzungserlebnisses, Contraptions (applications and hardware), Innovative Anwendungen und Services / Contribution (UGC), Nutzerinvolvierung / Conversation (interactivity), Interaktion und Beteiligung / Collaboration, Teilhabe zu Themen / Citizenship / Compliance, Transaktionen online durchzuführen / Customer Experience, Kundenerlebnisse / Consumer reviews and compensation Sammeln und Anbieten von Kundenbewertungen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema können als PDF unter KPMG UK, Digital Tribes heruntergeladen oder auch via Videointerview angesehen werden.
Die bislang aktuellste Web-2.0-Studie von BBN (The Business Brand Network) für den B2B-Sektor lieferte ein zentrales Ergebnis: Digital Branding (für B2B) gewinnt stark an Bedeutung!
Die durch das wob-Partnernetzwerk BBN (The Business Branding Network) und der Benchmark-Group durchgeführte Studie zum Onlineverhalten von B2B-Unternehmen wurde mit 112 Unternehmen aus 8 Ländern erarbeitet. Marketing- und Kommunikations-verantwortliche aus Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Südkorea und den USA wurden zum Einsatz von web 2.0-Maßnahmen für das Brand-Marketing befragt. Eindeutiges Ergebnis: Das Digital Branding wird zu einem wesentlichen Bestandteil der Markenführung – nur wer seine Marke auch online aktiv führt, kann langfristig im Wettbewerb bestehen. Die wesentlichen Ergebnisse auf einen Blick:
- Onlinebudgets steigen. 2008 flossen nur 9% des gesamten Kommunikationsbudgets in Onlinemaßnahmen – 2010 waren es bereits 14%. In Deutschland investierten B2B-Unternehmen 2010 sogar bereits 20% in den Online-Sektor.
- Der Einsatz von web 2.0-Tools nimmt stark zu. Web 2.0. bietet alle Möglichkeiten, um mit Kunden und Interessenten aktiv in den Dialog zu treten. Dadurch ist es ideal für das Digital Branding geeignet. Über 64% der Unternehmen wollen deshalb vermehrt web 2.0-Applikationen für den weiteren Aufbau ihres Markenimages einsetzen.
- Steigerung der Kundenloyalität – als Ziel von Brandingmaßnahmen durch web 2.0-Applikationen. Dies gaben 70% der Unternehmen in Deutschland an.
- Digital Branding als “Imagetreiber”. Der weitere Aufbau des Markenimages durch Digital Branding wird als sehr wichtig erachtet. Spitzenreiter sind hier die USA, wo 94% der Verantwortlichen der digitalen Markenführung einen großen Stellenwert einräumen.
- Hindernisse. 80% der deutschen B2B-Unternehmen wissen zwar das “Content” wichtig ist, sehen allerdings ein Problem darin, relevante Inhalte dauerhaft zur Verfügung stellen zu können. Gepaart mit mangelnder Erfahrung auf dem Gebiet des Digital Branding, identifizieren B2B-Verantwortliche an dieser Stelle “Umsetzungs-hürden”.
Quellen: acquisa, BBN